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Pilzsammler melden erste orange Funde: Der Schwefelporling wächst an Bäumen und ist nicht zu übersehen

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Schwefelporling an einem Baumstamm
Die Pilzsaison kommt langsam in Schwung und die Aufmerksamkeit richtet sich nun auf einen der auffälligsten Pilze, die man in der Natur finden kann. Der Schwefelporling leuchtet an Baumstämmen in kräftigem Gelb bis Orange, wächst in großen Büscheln und viele Menschen präsentieren ihre Funde stolz in den sozialen Medien. Obwohl es sich um einen bekannten Speisepilz handelt, gilt eine wichtige Regel: Sammeln und essen Sie nichts, bei dem Sie sich nicht absolut sicher sind.

Im Gegensatz zu Röhrlingen muss man beim Schwefelporling nicht nur auf den Boden schauen. Dieser Pilz wächst auf Holz, oft an Stämmen oder Stümpfen von Laubbäumen. Deshalb fällt er auch Menschen auf, die klassische Pilze im Gras oder Moos leicht übersehen würden.

Er ist auffällig, fotogen und wirkt auf den ersten Blick fast exotisch. Die großen gelb-orangen Fächer am Baum sehen aus, als würden sie gar nicht in unsere Natur gehören. Genau das macht ihn zu einem Pilz, der sich gut auf Fotos verbreitet und viel Neugierde weckt.

Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková

Wichtiger Hinweis: Essen Sie niemals Pilze nur anhand von Fotos oder Beschreibungen aus dem Internet. Wenn Sie sich bei der Bestimmung nicht sicher sind, wenden Sie sich an einen erfahrenen Pilzsammler oder eine mykologische Beratungsstelle.

Warum der Schwefelporling jetzt so viel Aufmerksamkeit bekommt

Der Schwefelporling ist ein Pilz, den man kaum übersehen kann. Er hat eine kräftig gelbe bis orange Färbung, wächst in auffälligen Büscheln und bildet am Baum oft ganze „Etagen“ von Fruchtkörpern. Wenn er in größerer Menge erscheint, wirkt er sehr beeindruckend.

Oft ist er auch unter dem Spitznamen „Chicken of the Woods“ oder „Hähnchenpilz“ bekannt. Der Name kommt daher, dass junge Fruchtkörper nach dem Garen eine fleischige Konsistenz haben. Das heißt aber nicht, dass man ohne sichere Bestimmung experimentieren sollte.

Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková

Wo man den Schwefelporling findet

Der Schwefelporling wächst nicht im Boden wie klassische Röhrlinge. Man findet ihn am Holz. Er erscheint an lebenden oder absterbenden Laubbäumen, Stümpfen und Stämmen. Häufig wird das Vorkommen an Obstbäumen, Robinien, Eichen, Weiden oder anderen Laubbäumen genannt.

Es lohnt sich, auf ältere Bäume in Obstgärten, Parks, Alleen, Gärten, an Wegen und in der Nähe von Wasser zu achten. Manchmal wächst er bodennah, manchmal hoch am Stamm – der Pilzsammler muss also auch nach oben schauen.

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Tip: Schauen Sie bei der Schwämme nicht nur ins Gras. Überprüfen Sie die Baumstämme, Wurzeln und ältere Laubbäume.
Quelle: primainspirace.cz/ Josef Zettík

Wann wächst der Schwefelporling

Der Schwefelporling erscheint in der Regel vom Frühjahr bis in den Herbst. In vielen Pilzbüchern wird die Zeit von etwa Mai bis Oktober angegeben, je nach Wetter und Standort. Feuchtigkeit, wärmeres Wetter und ein geeigneter Wirtsbaum begünstigen das Wachstum.

Das Wachstum kann schnell gehen. Junge Fruchtkörper erscheinen zunächst unscheinbar, bilden aber innerhalb kurzer Zeit große, fächerförmige Büschel. Gerade junge Exemplare sind für Pilzsammler am interessantesten, denn ältere Fruchtkörper werden hart und sind für die Küche ungeeignet.

Wie sieht der Schwefelporling aus

Junger Schwefelporling ist leuchtend gelb, orange bis gelborange. Er wächst in flachen oder fächerförmigen Fruchtkörpern, die sich oft wie Dachziegel überlappen. Die Oberfläche ist auffällig, fleischig und bei jungen Exemplaren saftig.

Die Unterseite ist porig, nicht lamellig. Das heißt, unter dem Hut findet man keine klassischen Lamellen wie bei Champignons oder Fliegenpilzen, sondern eine feine, porige Schicht. Trotzdem gilt: Die Bestimmung muss sicher sein.

Warum man nur junge Fruchtkörper sammeln sollte

Beim Schwefelporling ist das Alter entscheidend. Junge Exemplare sind weich, saftig und lassen sich relativ leicht schneiden. Ältere Fruchtkörper werden hart, holzig, können bitter sein und sind nicht zum Verzehr geeignet.

Wenn der Pilz trocken, hart, brüchig ist oder seine leuchtende Farbe verliert, lassen Sie ihn stehen. Der Schwefelporling kann am Baum noch schön aussehen, auch wenn er für die Küche schon zu alt ist.

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Tip: Wenn man nicht leicht mit einem Messer in den Fruchtkörper schneiden kann und er sehr fest wirkt, ist es besser, ihn nicht zu sammeln.

Vorsicht beim Baum, auf dem er wächst

Beim Schwefelporling sollte man nicht nur auf den Pilz selbst, sondern auch auf den Baum achten. Der Pilz wächst auf Holz und seine Eigenschaften können vom Wirtsbaum und der Umgebung beeinflusst werden. Manche Pilzsammler sind besonders vorsichtig bei Fruchtkörpern von Bäumen an verschmutzten Orten, an Straßen oder in Parks mit unklarer Pflege.

Wenn der Pilz an einem Baum wächst, den Sie nicht kennen, oder an einem Ort, bei dem Sie sich über die Sauberkeit nicht sicher sind, sammeln Sie ihn lieber nicht. Beim Pilzesammeln sollte man kein Risiko eingehen.

Sammeln Sie keine Pilze von stark frequentierten Orten

Pilze können Schadstoffe aus ihrer Umgebung aufnehmen. Deshalb ist es keine gute Idee, sie an vielbefahrenen Straßen, in Industriegebieten, auf Müllplätzen oder anderen verschmutzten Orten zu sammeln. Auch ein schöner Fruchtkörper kann aus einer ungeeigneten Umgebung stammen.

Beim Schwefelporling gilt das genauso wie bei anderen Pilzen. Ein schönes Foto bedeutet nicht automatisch einen guten Fund für die Küche.

Wie man ihn nach dem Sammeln behandelt

Wenn Sie den Schwefelporling sicher bestimmen können und junge Fruchtkörper aus sauberer Umgebung sammeln, verarbeiten Sie ihn möglichst bald. Pilze eignen sich generell nicht für längere Lagerung bei Wärme. Die Fruchtkörper reinigen, kontrollieren und harte oder beschädigte Teile aussortieren.

Der Schwefelporling wird immer gegart. Essen Sie ihn nicht roh. Bei Menschen mit empfindlicher Verdauung können Magen-Darm-Beschwerden auftreten, deshalb ist es vernünftig, zunächst eine kleine Menge zu probieren und nicht gleich eine große Portion zu essen.

Quelle: primainspirace.cz/ Josef Štěch

Man kann ihn einfach wie Pilzschnitzel panieren.

Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková
Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková
Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková

Wer besonders vorsichtig sein sollte

Vorsicht ist geboten bei Kindern, Schwangeren, älteren Menschen, Personen mit empfindlicher Verdauung oder Allergien. Auch essbare Pilze können nicht jedem bekommen. Wenn Sie Pilze sonst nicht essen oder eine neue Art zum ersten Mal probieren, beginnen Sie sehr vorsichtig.

Kombinieren Sie auf keinen Fall einen unsicheren Fund mit Mut. Bei Pilzen gilt die einfache Regel: Wenn ich mir nicht sicher bin, esse ich sie nicht.

Die häufigsten Fehler beim Schwefelporling

  • Alte, harte und trockene Fruchtkörper sammeln.
  • Den Pilz nur anhand eines Fotos aus dem Internet bestimmen.
  • Den Baum und den Standort nicht beachten.
  • In der Nähe von Straßen oder an verschmutzten Orten sammeln.
  • Gleich eine große Menge einer neuen Pilzart essen.
  • Die Garzeit unterschätzen.
  • Jeden orangefarbenen Pilz am Baum automatisch für einen Schwefelporling halten.

Worauf man beim Pilzesammeln jetzt achten sollte

Nach Regen und bei wärmerem Wetter lohnt es sich, nicht nur Waldwege, sondern auch ältere Bäume, Stümpfe und die Ränder von Parks oder Obstgärten zu kontrollieren. Der Schwefelporling ist ein Pilz, der auch an Orten überraschen kann, an denen man sonst keine Pilze suchen würde.

Gleichzeitig gilt: Pilzesammeln ist kein Wettlauf um den vollen Korb. Bei auffälligen Arten ist es leicht, sich von der Begeisterung mitreißen zu lassen, aber eine sichere Bestimmung ist immer wichtiger als der Fund.

Warum es gut ist, den Schwefelporling zu kennen, auch wenn man ihn nicht sammelt

Der Schwefelporling ist auch für Menschen interessant, die keine Pilze essen. Er ist schön zu beobachten, lässt sich gut fotografieren und zeigt, wie vielfältig das Leben auf alten Bäumen sein kann. Gleichzeitig ist er ein Holz zersetzender Pilz, dessen Auftreten auf einen geschwächten Baum hinweisen kann.

Findet man ihn im Garten an einem Obstbaum, ist das nicht nur für Pilzsammler interessant. Es kann ein Zeichen dafür sein, dass das Holz des Baumes nicht mehr gesund ist. Bei großen Bäumen in der Nähe von Haus, Wegen oder Sitzplätzen sollte man dann auf die Sicherheit achten.

Ein schöner Fund – aber ohne unnötiges Risiko

Der Schwefelporling ist einer der auffälligsten Pilze, die jetzt an Bäumen erscheinen können. Er beeindruckt durch seine Farbe, Größe und dadurch, dass er anders wächst als die klassischen Pilze, die man gewohnt ist. Deshalb verbreiten sich seine Fotos unter Pilzsammlern besonders schnell.

Wenn Sie ihn finden, fotografieren Sie ihn, schauen Sie sich den Baum und die Umgebung genau an und sammeln Sie ihn nur, wenn Sie sich sicher sind. Bei Pilzen zahlt sich Vorsicht aus. Ein schöner oranger Büschel kann ein toller Fund sein – aber nur für den, der weiß, was er sammelt, woher er es sammelt und wie man mit dem Pilz sicher umgeht.

Quelle: primainspirace.cz/ Kateřina Kudeříková
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Wo wächst der Schwefelporling?
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Der Schwefelporling wächst auf Holz, am häufigsten auf Stämmen und Stubben von Laubbäumen. Er kann in Obstgärten, Parks, Alleen, Gärten und Wäldern auftreten.

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Wann wächst der Schwefelporling?
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Üblicherweise wird die Zeit von Frühling bis Herbst angegeben, oft ungefähr von Mai bis Oktober. Es hängt jedoch vom Wetter, der Feuchtigkeit und dem Standort ab.

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Ist der Schwefelporling essbar?
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Junge Fruchtkörper des Schwefelporlings gelten als essbar, müssen aber richtig bestimmt und thermisch behandelt werden. Alte, harte oder unklar bestimmte Fruchtkörper sollten nicht gesammelt werden.

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Kann ich den Schwefelporling nur anhand eines Fotos bestimmen?
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Nein. Ein Foto kann Hinweise geben, reicht aber nicht für eine sichere Bestimmung von Pilzen aus. Wenn Sie sich unsicher sind, wenden Sie sich an einen erfahrenen Pilzsammler oder eine mykologische Beratungsstelle.

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Warum sollte man den Schwefelporling nicht an der Straße sammeln?
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Pilze können unerwünschte Substanzen aus der Umgebung aufnehmen. Daher ist es besser, Pilze nicht an stark befahrenen Straßen, Deponien, Industriegebieten oder anderen verschmutzten Orten zu sammeln.

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