
Gurken sind die Könige der Sommerbeete, können Gärtner aber auch ganz schön herausfordern. Schon ein paar kühlere Nächte, starker Regen oder ein kurzfristiger Nährstoffmangel – und die Pflanzen zeigen sofort, dass etwas nicht stimmt: Die Blätter verfärben sich gelb, Blüten fallen ab und die vielversprechende Ernte schwindet vor den Augen. Bevor Sie jedoch zu teuren Chemikalien aus dem Handel greifen, setzen Sie lieber auf bewährte Hausmittel unserer Großmütter. Richtig gemischte Hausdünger aus alltäglichen Zutaten können selbst schlappen Beeten neues Leben einhauchen. Sie geben den Gurken genau das, was sie in der Wachstumsphase brauchen, schützen vor Krankheiten und sorgen bis in den Herbst für eine Fülle knackiger Früchte. Schauen wir uns an, wie es geht!
Wann sollte man Gurken düngen?
Gurken sollten nicht direkt nach dem Auspflanzen stark gedüngt werden. Zuerst müssen sie Wurzeln schlagen und sich an den neuen Standort gewöhnen. Wenn Sie beim Pflanzen guten Kompost oder gut vorbereiteten Boden verwendet haben, gönnen Sie den Pflanzen ein paar Tage Ruhe.
Mit der regelmäßigen Nährstoffgabe beginnen Sie, sobald die Gurken sichtbar wachsen, neue Blätter bilden und die ersten Blüten erscheinen. In der Fruchtphase benötigen sie mehr Nährstoffe, da sie Blätter, Blüten und die schnell wachsenden Früchte versorgen müssen.
1. Komposttee als sanfte Grundlage
Komposttee ist für Gurken besonders geeignet, da er ihnen eine natürliche und schonende Nährstoffversorgung bietet. Er wird aus gut gereiftem Kompost und Wasser hergestellt. Lassen Sie die Mischung kurz ziehen und verwenden Sie sie dann als Gießwasser direkt an den Wurzeln.
Der Vorteil von Komposttee ist, dass er nicht so aggressiv wirkt wie manche starke Hausmischungen. Er eignet sich vor allem für Gurken im Beet, im Gewächshaus oder in größeren Gefäßen. Er hilft den Pflanzen, während der Wachstums- und Fruchtphase kräftig zu bleiben.
2. Brennnesseljauche für kräftiges Wachstum
Brennnesseljauche gehört zu den bekanntesten Hausdüngern. Bei Gurken ist sie vor allem in der ersten Wachstumsphase sinnvoll, wenn die Pflanzen kräftige Blätter und eine gesunde Basis für die spätere Fruchtbildung brauchen.
Sie wird aus frischen Brennnesseln und Wasser angesetzt. Die Brennnesseln in ein Gefäß geben, mit Wasser übergießen und einige Tage gären lassen. Die fertige Jauche immer stark verdünnen, da das Konzentrat zu kräftig ist und die Wurzeln schädigen könnte.
Achtung: Sobald die Gurken Früchte tragen, verwenden Sie Brennnesseljauche nur noch sparsam. Ein Überschuss an Stickstoff fördert vor allem das Blattwachstum, während die Fruchtbildung darunter leiden kann.
3. Bananenschalen-Auszug für Blüte und Frucht
Bananenschalen werden oft als Hausdünger für blühende und fruchttragende Pflanzen verwendet. Bei Gurken ist er ideal, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen und die ersten Früchte ansetzen. Am einfachsten ist ein kurzer Auszug aus den Schalen.
Die Schalen in kleine Stücke schneiden, mit Wasser übergießen und ein bis zwei Tage ziehen lassen. Danach als Gießwasser an die Wurzeln geben. Nicht über Blätter oder Blüten gießen, da Gurken empfindlich auf Feuchtigkeit an den Blättern reagieren und in schlecht belüfteten Bereichen leichter krank werden können.
4. Hefe-Gießwasser als kurzfristiger Booster
Gießwasser mit Hefe ist bei Hobbygärtnern beliebt, um Pflanzen, die langsam wachsen oder nach dem Umpflanzen schlapp wirken, schnell zu stärken. Bei Gurken eignet es sich als Ergänzung, nicht als Hauptdünger.
Einfach eine kleine Menge Hefe in Wasser auflösen und die Mischung kurz stehen lassen. Dann direkt an die Wurzeln gießen. Hefe jedoch nicht zu häufig verwenden und nicht ständig mit anderen starken Hausdüngern kombinieren.
5. Holzasche nur in Maßen verwenden
Holzasche kann als Ergänzung zur Nährstoffversorgung nützlich sein, sollte bei Gurken aber mit Vorsicht eingesetzt werden. Verwenden Sie nur reine Holzasche, niemals Asche von Kohle, lackiertem Holz oder chemisch behandeltem Material.
Eine kleine Menge Asche kann dem Kompost beigemischt oder sehr vorsichtig in die Erde eingearbeitet werden. Übertreiben Sie es nicht, denn zu viel Asche kann die Bodenbedingungen verändern. Gurken brauchen ein stabiles Umfeld und reagieren empfindlich auf starke Veränderungen.
Achtung: Asche niemals direkt auf die Blätter oder dicht an den Stängel streuen. Sie sollte nur gelegentlich als Ergänzung, nicht als regelmäßiger Gießdünger oder Hauptnährstoffquelle verwendet werden.
Warum werden Gurken gelb?
Gelbe Gurkenblätter bedeuten nicht immer Nährstoffmangel. Oft sind unregelmäßiges Gießen, kaltes Wasser, kühle Nächte, Staunässe, Lichtmangel oder Stress nach dem Umpflanzen die Ursache. Deshalb sollte man nicht sofort mehr Dünger geben, sondern zuerst die Grundbedingungen prüfen.
Vergilben ältere, untere Blätter, handelt es sich meist um natürliche Alterung oder schlechte Luftzirkulation. Werden junge Blätter gelb, wächst die Pflanze nicht und wirkt insgesamt schwach, kann das Problem im Boden, an den Wurzeln oder an der Nährstoffversorgung liegen.
Wie oft sollte man Hausdünger bei Gurken anwenden?
Hausdünger sollten Sie sparsam einsetzen. Gurken brauchen zwar Nährstoffe, aber zu häufiges Düngen kann das Gleichgewicht stören und den Pflanzen schaden. Besser ist es, ein oder zwei Methoden auszuwählen und zu beobachten, wie die Pflanzen darauf reagieren.
Wenn die Gurken gut wachsen, gesunde Blätter haben und regelmäßig Früchte ansetzen, ist keine ständige zusätzliche Düngung nötig. Während der Fruchtphase sind vor allem regelmäßiges Gießen, Wärme und das laufende Ernten der Früchte wichtig.
Vergessen Sie nicht das richtige Gießen
Gurken mögen gleichmäßige Feuchtigkeit, vertragen aber keine Extreme. Längere Trockenheit schwächt sie, Staunässe schadet den Wurzeln. Gießen Sie direkt an die Wurzeln und am besten mit abgestandenem, nicht eiskaltem Wasser. Kaltes Wasser stresst die Pflanzen unnötig.
Im Gewächshaus ist auch das Lüften wichtig. Zu feuchte und geschlossene Luft fördert Blattkrankheiten. Draußen sollten Gurken vor längerer Trockenheit und starken Wetterschwankungen geschützt werden.
Hausdünger hilft – aber nicht allein
Gurken profitieren von Komposttee, Brennnesseljauche, Bananenauszug, Hefewasser und kleinen Mengen Holzasche. Am besten wirken diese Mittel, wenn die Pflanzen zugleich guten Boden, ausreichend Wärme, regelmäßige Wassergaben und Platz zum Wachsen haben.
Wenn Sie maßvoll düngen und den Zustand der Pflanzen beobachten, danken es Ihnen die Gurken mit gesundem Wachstum, reicher Blüte und vielen Früchten. Für Hausdünger gilt: Weniger ist mehr – aber zum richtigen Zeitpunkt.
Düngen Sie Gurken nicht sofort stark nach der Pflanzung. Lassen Sie sie zuerst Wurzeln schlagen und beginnen Sie mit dem Düngen, sobald sie sichtbar wachsen, neue Blätter bilden und anfangen, Blüten zu setzen.
Als feine Grundlage eignet sich Komposttee. Zur Unterstützung des Wachstums können Sie verdünnten Brennnesselsud verwenden, zur Blüte- und Fruchtzeit Bananenauszug und gelegentlich auch kleine Mengen reinen Holzasche.
Gelbe Blätter können durch Nährstoffmangel, aber auch durch unregelmäßige Bewässerung, Staunässe, Kälte, kaltes Wasser, zu wenig Licht oder Stress nach dem Umpflanzen verursacht werden. Überprüfen Sie zuerst den Boden und die Bewässerung, bevor Sie Dünger hinzufügen.
Ja, aber immer verdünnt und eher in der ersten Wachstumsphase. Brennnesselsud fördert hauptsächlich die grüne Masse, daher sollten Sie ihn in der Fruchtzeit nicht zu häufig verwenden.
Verwenden Sie Hausdünger maßvoll je nach Zustand der Pflanzen. Wenn die Gurken gut wachsen, blühen und Früchte tragen, ist es nicht notwendig, sie häufig zu düngen. Zu viele verschiedene Düngemittel können den Pflanzen eher schaden.
























