
Wenn die bevorstehenden Feiertage oder das Wochenend-Backen nach etwas wirklich Besonderem verlangen, reichen gewöhnliche Kekse einfach nicht aus. Vergessen Sie langweiliges Gebäck – diese traditionellen Ischler Törtchen aus zartem Nussmürbeteig, gefüllt mit hochwertiger Aprikosenmarmelade und einer reichhaltigen Nusscreme mit Rum, überzogen mit glänzender Zartbitterschokolade sind das absolute Highlight, das auf der Festtagstafel im Nu verschwindet. Das Geheimnis des Erfolgs liegt in der Verwendung von kalter Butter für den mürben Teig, der perfekten Verbindung von Marmelade und Creme sowie der notwendigen Ruhezeit im Kühlschrank.
Was wir für ca. 40 bis 45 gefüllte Törtchen brauchen:
Für den zarten Nussmürbeteig:
- Weizenmehl (glatt): 300 g
- Kalte Butter: 200 g (in kleine Würfel geschnitten)
- Puderzucker: 100 g
- Fein gemahlene Walnüsse: 100 g (alternativ gemahlene Haselnüsse)
- Eigelb: 1 Stück
- Prise Salz: für den Geschmacksausgleich
- Optional: 1 TL Vanillezucker oder abgeriebene Zitronenschale
Für die Füllung und das Zusammensetzen:
- Aprikosenmarmelade: 150 bis 200 g (fein, ohne Fruchtstücke)
- Weiche Butter: 120 g
- Puderzucker: 80 bis 100 g (nach Geschmack)
- Fein gemahlene Nüsse: 70 bis 80 g
- Rum oder Milch: 1 bis 2 EL (für eine geschmeidige, aromatische Creme)
- Optional: 1 TL Kakao für eine dunklere Farbe und mehr Tiefe
Für den Schokoladenguss und die Dekoration:
- Zartbitterschokolade (55 bis 70 %): 150 bis 180 g
- Butter oder Öl: 30 bis 40 g Butter (oder 1 EL Öl für perfekten Glanz)
- Optional zum Bestreuen: gemahlene Nüsse, Mandelblättchen oder gefriergetrocknete Früchte
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Zubereitung und Ruhen des Mürbeteigs: In einer Schüssel Mehl, Puderzucker, eine Prise Salz und fein gemahlene Walnüsse vermengen. Kalte Butterwürfel hinzufügen und mit den Fingern zu einer „feuchten Streuselmasse“ verarbeiten. Zum Schluss das Eigelb (und ggf. Vanille oder Zitronenschale) dazugeben und rasch zu einem glatten, kompakten Teig verkneten. In Folie wickeln und 45 bis 60 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Ausstechen und Backen der Plätzchen: Den Ofen auf 170 °C vorheizen. Den gekühlten Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 3 bis 4 mm dick ausrollen. Kreise oder Ovale ausstechen und vorsichtig auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. 8 bis 10 Minuten backen, bis die Ränder hellgolden sind. Kurz auf dem Blech abkühlen lassen, dann auf ein Gitter legen.
3. Nusscreme aufschlagen: In einer sauberen Schüssel die weiche Butter mit dem Puderzucker zu einer luftigen Creme aufschlagen. Gemahlene Nüsse (und ggf. Kakao) unterrühren und nach und nach Rum oder Milch zu einer glatten, geschmeidigen Konsistenz einarbeiten. Die Creme kurz im Kühlschrank abkühlen lassen.
4. Zusammensetzen der Törtchen: Die Hälfte der gebackenen Plätzchen mit einer dünnen Schicht Aprikosenmarmelade bestreichen. Auf die andere Hälfte die Nusscreme geben. Beide Hälften zu hübschen „Sandwiches“ zusammensetzen und leicht andrücken.
5. Mit Schokolade überziehen und dekorieren: Die Zartbitterschokolade mit der Butter (oder dem Öl) im Wasserbad oder vorsichtig in der Mikrowelle zu einem glatten Guss schmelzen. Die gefüllten Ischler Törtchen mit der Oberseite in die Schokolade tauchen (oder mit einem Löffel überziehen) und zurück auf das Gitter legen. Solange die Schokolade noch nicht fest ist, nach Belieben mit Nüssen oder Mandelblättchen bestreuen.
6. Perfektes Durchziehen im Kühlschrank: Die fertigen Törtchen in eine verschließbare Pappschachtel schichten, dabei jede Lage mit Backpapier trennen. 24 bis 48 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen – der Teig wird wunderbar mürbe und die Aromen verbinden sich perfekt.
Bewährte Tipps für das beste Ergebnis:
- Buttertemperatur für den Teig: Für maximal mürbe Ischler Plätzchen unbedingt eiskalte Butter direkt aus dem Kühlschrank verwenden und den Teig zügig verarbeiten, damit er nicht durch Handwärme weich wird.
- Wahl der Marmelade: Zum Nusscreme und der Schokolade passt eine leicht säuerliche, hochwertige Aprikosenmarmelade am besten – sie balanciert die Süße des Gebäcks perfekt aus.
- Geduld beim Durchziehen: Nicht sofort probieren – nach 48 Stunden im Kühlschrank verwandeln sich diese Törtchen in ein wahres Patisserie-Gedicht, das auf der Zunge zergeht.
Guten Appetit!




















