
Linzerschnitten mit Quark und Obst gehören zu den Rezepten, die das Beste aus der traditionellen Backkunst vereinen. Die Basis bildet ein wunderbar zarter Butterteig, darauf ruht eine großzügige, luftige Schicht cremigen Quarks. Dank Puddingpulver bleibt die Füllung perfekt in Form, ist aber dennoch herrlich leicht.
Wenn Sie dazu noch die Frische von saftigem Obst – sei es Aprikosen, Heidelbeeren oder säuerliche Johannisbeeren – geben, entsteht auf dem Blech ein Dessert mit absolut ausgewogenem Geschmack. Der geriebene Teig auf der Oberfläche sorgt zudem für einen herrlich knusprigen Effekt, dem niemand widerstehen kann.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Zubereitungszeit | 20 Minuten (+ 30 Minuten Teigruhe) |
| Backzeit | 35–45 Minuten |
| Gesamtzeit | ca. 1 Stunde 35 Minuten |
| Schwierigkeitsgrad | Einfach |
| Anzahl der Portionen | ca. 15–20 Stück |
Zutaten, die wir benötigen
Für den Linzerteig:
- Mehl: 300 g Weizenmehl (gesiebt).
- Fett: 200 g kalte Butter (in Würfeln).
- Süße: 100 g Puderzucker.
- Weitere Zutaten: 1 Ei, ½ Päckchen Backpulver, abgeriebene Schale einer Bio-Zitrone.
Für die luftige Quarkfüllung:
- Quark: 500 g weicher Quark (für eine festere Füllung Quark im Block, für eine cremigere Variante Quark aus dem Becher).
- Bindung und Verdickung: 2 Eier, 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (nur das Pulver), 50 ml Milch.
- Süße: 100 g Zucker (nach Geschmack kann Vanillezucker hinzugefügt werden).
- Obst: Je nach Saison und Geschmack (Aprikosen, Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren oder geriebene Äpfel mit Zimt).
Schritt-für-Schritt-Anleitung
1. Zubereitung des zarten Teigs
In einer Schüssel oder auf der Arbeitsfläche Mehl, Zucker, Backpulver und Zitronenschale vermengen. Kalte Butter und Ei hinzufügen. Zügig zu einem glatten, festen Teig verkneten – wichtig ist, nicht zu lange zu kneten, damit die Butter durch die Handwärme nicht zu weich wird. Den fertigen Teig in zwei Teile teilen: etwa 2/3 (für den Boden) und 1/3 (zum Reiben). Wenn Sie Zeit haben, beide Teile in Folie wickeln und 30 Minuten im Kühlschrank ruhen lassen.
2. Vorbereitung des Bodens und der Quarkcreme
Den größeren Teil des Teigs auf die Größe des mit Backpapier ausgelegten Blechs ausrollen. Ist der Teig zu mürbe, kann er auch einfach mit den Fingern in die Form gedrückt werden. Inzwischen Quark mit Eiern, Zucker und Milch in einer Schüssel cremig rühren. Zum Schluss beide Päckchen Puddingpulver unterheben. Das Puddingpulver sorgt beim Backen für eine schöne Stabilität und verleiht eine feine Vanillenote.
3. Schichten und Obst
Auf den vorbereiteten Teigboden etwa die Hälfte der Quarkmasse streichen. Das gewählte Obst gleichmäßig darauf verteilen (bei Äpfeln empfiehlt es sich, diese leicht auszudrücken). Das Obst anschließend mit der restlichen Quarkmasse bedecken. Zum Schluss den kleineren Teigteil aus dem Kühlschrank (oder Gefrierfach) nehmen und grob über den gesamten Kuchen reiben, sodass eine gleichmäßige „Haube“ entsteht.
4. Backen und Abkühlen
Das Blech in den auf 180 °C vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 35–45 Minuten backen. Der Kuchen ist fertig, wenn der geriebene Teig auf der Oberfläche goldgelb bis hellbraun ist. Der wichtigste Schritt kommt nach dem Backen: Die Schnitten vollständig in der Form auskühlen lassen. Die Quarkfüllung braucht Zeit, damit sie dank des Puddings perfekt fest wird und sich die Stücke schön schneiden lassen.
Häufig gestellte Fragen (FAQ)
Ja, man kann auch glattes Mehl verwenden, der Teig wird dann noch zarter und feiner, aber etwas schwieriger zu handhaben beim Ausrollen. Griffiges Mehl verleiht den Linzer Schnitten die richtige „ländliche“ Struktur.
Das Reißen des Quarks wird normalerweise durch zu hohe Temperaturen oder schnelles Abkühlen verursacht. Backen Sie bei den empfohlenen 180 °C und lassen Sie die Tür nach dem Ausschalten des Ofens zunächst nur leicht geöffnet.
Alles, was etwas säuerlicher ist und den süßen Teig ausgleicht, funktioniert hervorragend – ideal sind Aprikosen, Johannisbeeren oder Sauerkirschen. Wenn Sie süße Blaubeeren verwenden, empfehlen wir, etwas mehr Zitronensaft zum Quark hinzuzufügen.
Milch hilft dem Puddingpulver, sich besser aufzulösen und mit dem Quark zu verbinden. Wenn Ihr Quark aus der Schale bereits flüssig genug ist, können Sie die Milch ganz weglassen.
Guten Appetit!




















