
Ein Zapfen vom Herbstspaziergang, eine Walnussschale oder ein leeres Marmeladenglas – jetzt wirken sie noch ganz gewöhnlich, doch in ein paar Wochen können daraus Weihnachtsbaumschmuck, ein Türkranz oder eine leuchtende Fensterdeko entstehen. Fangen Sie rechtzeitig an, die richtigen Naturmaterialien zu sammeln, und gönnen Sie ihnen ausreichend Zeit zum gründlichen Trocknen.
Mit der Weihnachtsdekoration müssen Sie sich noch nicht beeilen. Das Material dafür können Sie jedoch schon im Herbst vorbereiten. Beim Spaziergang, bei der Gartenarbeit oder beim Nüsseknacken legen Sie sich nach und nach einen Vorrat an, aus dem Sie später genau das Passende auswählen. Statt Neues zu kaufen, nutzen Sie Dinge, die Sie ohnehin um sich herum haben.
Was Sie jetzt schon sammeln und aufbewahren sollten
1. Zapfen in verschiedenen Größen
Große Zapfen können als Hauptschmuck für Kränze dienen, kleinere füllen Lücken aus und die ganz kleinen eignen sich für Geschenkanhänger oder hängende Dekorationen. Es lohnt sich, verschiedene Größen und Formen aufzubewahren.
Wählen Sie feste, unbeschädigte Exemplare ohne Schimmel. Klopfen Sie zu Hause vorsichtig den Schmutz heraus, kontrollieren Sie sie und legen Sie sie in einer Lage auf Papier oder ein Tablett. Lassen Sie sie an einem trockenen, gut belüfteten Ort gründlich trocknen. Erst wenn sie wirklich trocken sind, kommen sie in den Vorrat.
Wofür sie sich eignen: Kränze, Baumschmuck, kleine Zapfenbäumchen oder Dekorationen in einer Schale. Für einen winterlichen Look können Sie die Spitzen der Schuppen leicht mit weißer Farbe betupfen.
2. Trockene Zweige und interessant geformte Äste
Sowohl kleine gerade Zweige als auch ein markanter Ast, den Sie ins Fenster hängen, sind nützlich. Verwenden Sie trockenes Astwerk oder geeignete Zweige aus Ihrem Garten. Reinigen Sie sie und lassen Sie sie vor dem Einlagern gut trocknen.
Wofür sie sich eignen: Sterne aus Schnur, einfache Bäumchen, Hänger für Schmuck oder als Basis für einen Adventskalender.
Wenn Sie einen Kranz aus biegsamen Ruten flechten möchten, formen Sie das Grundgerüst, solange das Material noch flexibel ist. Lassen Sie das fertige Gerüst dann trocknen. Mit trockenen Zweigen arbeiten Sie besser als gerade Teile, statt sie gewaltsam zu biegen.
3. Eicheln und ihre Hütchen
Für kleine Bastelarbeiten eignen sich sowohl ganze Eicheln als auch die Hütchen. Bewahren Sie nur schöne Exemplare auf, reinigen Sie sie und lassen Sie sie offen trocknen. Kontrollieren Sie sie regelmäßig und sortieren Sie beschädigte oder verschimmelte Stücke aus.
Wofür sie sich eignen: Lückenfüller im Kranz, kleine Figuren oder Geschenkanhänger. In das Hütchen können Sie eine Holzkugel oder eine Filzkugel einkleben und so eine einfache hängende Eichel basteln.
4. Kastanien für herbstliches Basteln und kleine Winterdekorationen
Kastanien eignen sich für Kränze, Schalen und kleine Naturarrangements. Wählen Sie feste, unbeschädigte Exemplare, entfernen Sie Schmutz und legen Sie sie in einer Lage an einen trockenen, gut belüfteten Ort. Feuchte Kastanien nicht in Tüten oder Gläser verschließen.
Beachten Sie, dass sie beim Trocknen schrumpfen, runzelig werden und ihren Glanz verlieren können. Für Dekorationen, bei denen Sie den frischen Look wünschen, verwenden Sie sie daher schon im Herbst oder zu Allerheiligen. Für winterliches Basteln bewahren Sie nur gut getrocknete, gesunde Stücke auf, deren Aussehen Ihnen zusagt.
Wofür sie sich eignen: Herbst- und Allerheiligenkränze, Naturdeko auf Tabletts, kleine Figuren oder als Ergänzung zu Zapfen und Schalen.
5. Walnüsse und schöne Schalenhälften
Beim Knacken der Walnüsse legen Sie einige unversehrte Schalenhälften beiseite. Entfernen Sie die Reste des Kerns und der inneren Trennwände. Wenn Sie die Schalen ausspülen, lassen Sie sie vor dem Einlagern vollständig trocknen.
Wofür sie sich eignen: Kleine Baumanhänger, Miniaturhäuschen, Dekorationen für Schalen oder eine kleine Krippe. Zwei Hälften können Sie wieder zusammenkleben und dazwischen eine Aufhängung aus Schnur befestigen.
Ein paar ganze, trockene Nüsse ergänzen auf natürliche Weise Zapfen und getrocknete Orangenscheiben auf dem Weihnachtsteller.
6. Getrocknete Blüten, Gräser und Samenkapseln aus dem Garten
Haben Sie im Garten Hortensien, Strohblumen, Ziergräser oder Schwarzkümmel? Einige schöne Blüten oder Samenkapseln können Sie für spätere Arrangements vorbereiten. Hortensien machen sich auch in winterlichen und weihnachtlichen Dekorationen gut.
Geeignete Stängel zu kleinen Bündeln zusammenbinden und an einem trockenen, gut belüfteten Ort ohne direktes Sonnenlicht aufhängen. Bei vielen Pflanzen dauert das Trocknen etwa zwei bis drei Wochen, bei anderen länger. Schimmelige Teile aussortieren.
Wofür sie sich eignen: Naturkranz, Winterstrauß oder kleine Deko für die Kommode. Getrocknete Blüten separat lagern, damit sie nicht von schweren Zapfen oder Nüssen zerdrückt werden.
7. Orangen für getrocknete Scheiben
Ein weiteres Material bereiten Sie direkt in der Küche vor. Orangen in gleichmäßige Scheiben schneiden und bei niedriger Temperatur, etwa 65 °C, trocknen. Rechnen Sie mit mehreren Stunden und kontrollieren Sie das Ergebnis regelmäßig – es hängt von der Dicke der Scheiben und dem Ofen ab.
Vor dem Einlagern auskühlen lassen und sicherstellen, dass sie auch in der Mitte gründlich getrocknet sind. Feuchte oder klebrige Scheiben noch nicht in einen geschlossenen Behälter geben.
Wofür sie sich eignen: Kränze, Girlanden, Baumschmuck und Geschenkverpackungen. Sie sehen hübsch aus mit Naturgarn, Zapfen und einem kleinen Stück Schleifenband.
8. Leere Gläser und kleine Fläschchen
Marmeladen-, Honig- oder Babybreigläschen müssen nicht gleich ins Altglas. Wählen Sie unbeschädigte Exemplare, entfernen Sie die Etiketten, waschen Sie sie und lassen Sie sie trocknen. Für eine Tischdeko können Sie drei Gläser in unterschiedlichen Höhen aufbewahren.
Wofür sie sich eignen: Väschen für Zweige, Gefäße für kleine Winterarrangements oder Windlichter mit LED-Kerze. Den Hals einfach mit einer Schnur umwickeln und mit einem kleinen Zapfen ergänzen.
9. Schleifenreste, Schnur, Karton und schönes Papier
Auch kurze Schleifenreste, Juteschnur, sauberer Karton oder schönes Geschenkpapier lohnt es sich aufzubewahren. Schmale Stoffstreifen können als Schleifchen dienen, aus Karton schneiden Sie Sterne oder Namensschilder aus.
Wofür sie sich eignen: Aufhänger für Schmuck, Verzierung von Gläsern, Adventskalender und Geschenkverpackungen. Bänder und Schnüre getrennt von Naturmaterialien lagern, damit sie sauber bleiben.
Wie Sie Ihre Vorräte bis Weihnachten richtig lagern
Feuchtes Material nicht direkt in Tüten oder Kisten verschließen. Erst reinigen und trocknen. Getrocknete Blüten und Samenkapseln beim Lagern vor Druck, Feuchtigkeit und direkter Sonne schützen.
- Sortieren Sie Ihre Funde. Zapfen, Schalen, Zweige und empfindliche Blüten separat lagern.
- Geben Sie ihnen Zeit zum Trocknen. Feuchte Stücke so auslegen, dass Luft zirkulieren kann.
- Wählen Sie einen trockenen Lagerort. Eine Pappkiste hilft nicht, wenn sie im feuchten Keller steht.
- Empfindliche Teile mit Papier unterlegen. Legen Sie keine schweren Materialien auf Blüten und Samenkapseln.
- Kontrollieren Sie den Vorrat gelegentlich. Stücke mit Schimmel oder muffigem Geruch aussortieren.
Frisches Tannengrün erst später sammeln
Zapfen und Schalen können Sie schon frühzeitig vorbereiten. Frische grüne Zweige hingegen lassen sich vom Herbst bis Weihnachten nicht sinnvoll lagern. Für frische Dekorationen bereiten Sie sie erst kurz vor dem Arrangieren vor; auch die RHS empfiehlt, geeignete Gartenabschnitte für Weihnachtsdeko im Dezember zu verwenden.
Bereiten Sie jetzt also das trockene Material, Gefäße, Bänder und eventuell den Kranzrohling vor. Das Grün fügen Sie erst beim Basteln hinzu.
Sammeln Sie schonend und nur so viel, wie Sie wirklich brauchen
Im Wald dürfen Sie für den Eigenbedarf Beeren und trockenes Astwerk vom Boden sammeln. Gleichzeitig dürfen Sie den Wald nicht schädigen und müssen die Hinweise des Besitzers beachten. Brechen Sie daher keine lebenden Zweige ab und schälen Sie keine Rinde von Bäumen. Für Blüten und Gartenabschnitte nutzen Sie den eigenen Garten oder fragen Sie den Besitzer.
Für ein paar selbstgemachte Dekorationen reicht oft ein kleiner Vorrat. Sie müssen nicht bei einem Spaziergang gleich mehrere Taschen füllen.
Eine einfache Idee: Zapfen-Mobile
Aus einem trockenen Ast, einigen Zapfen und Schnur basteln Sie eine Fensterdeko. Hängen Sie die Zapfen in unterschiedlichen Höhen unter den Ast und ergänzen Sie sie mit ein paar Kartonsternen. Vor Weihnachten können Sie getrocknete Orangenscheiben oder rote Schleifen hinzufügen.
Für leuchtende Dekorationen zwischen trockenen Naturmaterialien wählen Sie LED-Kerzen. Wenn Sie eine echte Kerze verwenden, stellen Sie sie auf eine stabile, nicht brennbare Unterlage, in sicherem Abstand zu brennbaren Dekoartikeln, und lassen Sie sie nie unbeaufsichtigt.
Eine Kiste mit Fächern reicht – füllen Sie sie im Herbst nach und nach auf. Wenn es Zeit für die Weihnachtsbastelei ist, haben Sie Ihren eigenen Vorrat und viele Ideen, wie Sie daraus schöne Deko zaubern können.




















