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Der Installateur verlangte 1500 Kronen für fünf Minuten Arbeit mit einer Dichtung. Als ich eine Quittung wollte, drohte er, ohne Fertigstellung zu gehen

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Lukas Neudert
Er teilt praktische Tipps und Inspirationen für den Alltag — vom Kochen über den Garten bis zum Haushalt.
Angespannte Situation zwischen Kunde und Handwerker.

An einem Sonntagnachmittag begann plötzlich das Eckventil für Warmwasser unter meiner Küchenspüle zu tropfen. Es war kein wilder Notfall, bei dem das Wasser an die Wände spritzte, aber alle zehn Sekunden bildete sich unter dem Ventil eine kleine Pfütze und das provisorische Tuch war nach einer Stunde völlig durchnässt. Das Ventil ließ sich von Hand nicht ganz zudrehen, deshalb musste ich die Hauptwasserzufuhr für die ganze Wohnung abstellen. Da wir normal kochen, die Kinder baden und bis Montag funktionieren mussten, suchte ich im Internet nach einem lokalen Notdienst-Installateur mit 24-Stunden-Service. Der Disponent versprach am Telefon, dass der Techniker innerhalb einer Stunde kommt und die Arbeit an der banalen Verbindung im Handumdrehen erledigt ist.

Kurz vor fünf Uhr nachmittags kam ein Mann in Arbeitskleidung mit einer kleinen Tasche in der Hand. Er ging in die Küche, legte sich unter die Spüle, leuchtete mit einer Taschenlampe auf die Messingverbindung und griff zum Rohrzange. Er drehte die Mutter zweimal, schraubte die alte, spröde Dichtung heraus, holte aus seiner Tasche eine neue Gummischeibe für fünf Kronen, schmierte die Verbindung mit Dichtpaste ein und zog die Mutter fest an. Die ganze Aktion dauerte keine fünf Minuten. Ich öffnete den Hauptwasserhahn, die Verbindung blieb völlig trocken und das Problem schien gelöst zu sein.

Der Handwerker stand vom Boden auf, wischte sich die Hände an einem Tuch ab und teilte mir ohne mit der Wimper zu zucken mit, dass das 1500 Kronen in bar kosten würde. Ich starrte ihn überrascht an. Ich fragte, wie er auf diesen Betrag komme, wenn er nur eine kleine Gummidichtung gewechselt und fünf Minuten bei mir verbracht hatte. Der Mann antwortete trocken, dass 800 Kronen die Pauschale für den Wochenendausflug seien, 600 Kronen für die Arbeit und der Rest für Material und fachliche Begutachtung.

Ich wollte mich am Sonntagnachmittag nicht um jeden Cent streiten, griff zum Portemonnaie und sagte ihm, dass ich den Betrag bezahle, aber eine ordentliche Quittung mit Aufschlüsselung und Firmenstempel für eventuelle Reklamationen haben möchte. In diesem Moment änderte der Handwerker plötzlich seinen Ton. Sein Gesicht wurde rot, er warf wütend seine Tasche auf den Boden und fauchte, dass er keine Papiere dabei habe, die Quittung mit Steuer drei Hundert Kronen mehr kosten würde und wenn mir das nicht passt, würde er das Ventil sofort wieder lösen, die Dichtung wieder mitnehmen und mich die ganze Nacht ohne Wasser lassen.

Installateur arbeitet an einer Reparatur.

Dieser arrogante Erpressungsversuch in meiner eigenen Wohnung brachte mich sofort auf die Palme. Ich stellte mich zwischen ihn und die Wohnungstür, zog mein Handy aus der Tasche und sagte ihm mit völlig ruhiger Stimme, dass er das Eckventil nicht mehr anrühren wird. Ich fügte hinzu, dass wenn er nicht sofort eine Quittung mit der Identifikationsnummer seiner Firma unterschreibt, ich die Stadtpolizei wegen unerlaubter Geschäftstätigkeit und Erpressung rufe und morgen früh das Gewerbeamt und das Finanzamt informiere.

Der Handwerker sah, dass er es mit jemandem zu tun hatte, der sich von seinen Drohungen nicht einschüchtern lässt. Schließlich zog er wütend einen zerknitterten Quittungsblock aus seiner Tasche, kritzelte den Betrag und den Firmenstempel darauf und riss mir das Geld buchstäblich aus der Hand. Er knallte die Tür hinter sich zu und verschwand im Flur. Es war ein widerliches Beispiel dafür, wie manche Handwerker die Notlage der Menschen am Wochenende ausnutzen, und eine klare Lehre, dass es sich in jeder Situation lohnt, auf einer offiziellen Quittung zu bestehen.

Angespannte Situation zwischen Kunde und Handwerker.

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