
Walnüsse, zarte Butter-Schalen und eine feine Creme mit einem Hauch Rum ergeben ein klassisches Weihnachtsgebäck, das nach Butter und Nüssen schmeckt. Nach dem Durchziehen sind die gefüllten Walnüsse angenehm weich, saftig und passen auf jede festliche Tafel.
Dieses Rezept stammt von einer Leserin, die es jedes Jahr zu Weihnachten zubereitet. Das Geheimnis des Erfolgs sind kalte Butter, ein gut durchgezogenes Teigstück und das Füllen der vollständig ausgekühlten Nussschalen. Die fertigen Walnüsse sollten 24–48 Stunden ruhen, damit sich die Aromen verbinden und das Gebäck die perfekte Konsistenz erhält.
Was wir brauchen
Für die Nussschalen:
- 300 g Weizenmehl (glatt),
- 120 g Puderzucker,
- 200 g kalte Butter, in Würfel geschnitten,
- 1 ganzes Ei,
- 120 g fein gemahlene Walnüsse,
- eine Prise Salz,
- 1 TL Vanilleextrakt, optional.
Für die Nusscreme:
- 150 g weiche Butter,
- 100–120 g Puderzucker, nach Geschmack,
- 80–100 g fein gemahlene Walnüsse,
- 1–2 EL Sahne oder Milch zum Verfeinern,
- 1–2 TL guter Rum, optional, aber empfohlen.
Zum Fertigstellen:
- Puderzucker zum Bestäuben oder hochwertige Schokolade zum Eintauchen der Ränder.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Teigzubereitung: Das Mehl mit Puderzucker, Salz und fein gemahlenen Walnüssen vermengen. Die kalte Butter hinzufügen und rasch zu Streuseln verarbeiten.
2. Fertigstellung und Ruhen des Teiges: Das ganze Ei und ggf. Vanilleextrakt zu den Streuseln geben. Die Masse zügig zu einem glatten Teig verkneten, einwickeln und mindestens 1–2 Stunden, am besten über Nacht, im Kühlschrank ruhen lassen.
3. Formen der Nussschalen: Den durchgezogenen Teig auf 3–4 mm Dicke ausrollen. Kleine Ovale oder Kreise ausstechen und in die Walnussförmchen drücken. Falls keine vorhanden sind, können kleine Tarteletteförmchen verwendet werden. Den Boden mit einem Holzstäbchen leicht einstechen, damit beim Backen keine Blasen entstehen.
4. Backen: Die Nussschalen bei 170 °C etwa 8–10 Minuten backen, bis sie hellgolden sind. Nach dem Backen einige Minuten in den Förmchen abkühlen lassen, dann vorsichtig herauslösen und vollständig auskühlen lassen.
5. Creme zubereiten: Die weiche Butter mit Puderzucker schaumig schlagen. Gemahlene Walnüsse, Sahne oder Milch und nach Geschmack auch Rum unterrühren. Die Creme soll glatt, geschmeidig und dennoch fest genug sein, um die Form zu halten.
6. Walnüsse füllen: Auf eine ausgekühlte Schale eine passende Menge Creme geben, mit einer zweiten Schale bedecken und leicht zusammendrücken. Überschüssige Creme vorsichtig mit einem kleinen Spatel abstreichen.
7. Fertigstellen und Durchziehen lassen: Die gefüllten Walnüsse mit Puderzucker bestäuben oder die Ränder leicht in hochwertige Schokolade tauchen. In einer verschlossenen Dose 24–48 Stunden ruhen lassen, damit das Gebäck weich wird und die Aromen sich verbinden.
Wie gelingen zarte Nussschalen?
Kalte Butter sorgt für einen mürben Teig und saubere Ränder der Nussschalen. Der Teig sollte zügig verarbeitet und vor dem Formen ausreichend im Kühlschrank geruht haben, damit er in den Förmchen besser die Form behält.
Wer besonders zarte Schalen möchte, die beim Füllen nicht zerbröseln, kann sie nach dem Backen mindestens einen Tag in einer Schachtel ruhen lassen und erst dann mit der Creme füllen. Immer nur vollständig ausgekühlte Schalen verwenden, damit die Butterfüllung nicht schmilzt.
Mögliche Varianten von Nüssen und Creme
Für Kakaoschalen einfach 1–2 EL Kakao und 1 EL zusätzliche Sahne in den Teig geben. Die Kaffeevariante gelingt, indem 1 TL Instantkaffee in 1 TL heißem Wasser aufgelöst und unter die Creme gemischt wird. Ein Teil der Walnüsse kann auch durch gemahlene Pekannüsse ersetzt werden, was die Creme noch feiner und süßer macht.
Aufbewahrung und häufige Probleme
In einer verschlossenen Dose und kühl gelagert halten die gefüllten Walnüsse 7–10 Tage, am besten schmecken sie jedoch nach 2 Tagen Reifezeit. Die gebackenen Nussschalen können auch im Voraus zubereitet und bis zu 2 Monate eingefroren werden. Nach dem Auftauen einfach mit frischer Creme füllen.
Wenn die Schalen beim Herauslösen brechen, einige Minuten in den Förmchen abkühlen lassen und vorsichtig arbeiten. Auch ein leichtes Einfetten und Bemehlen der Förmchen kann helfen. Das Einstechen des Bodens und das nicht Überfüllen der Förmchen verhindern ein Aufwölben des Teigs.
Eine zu weiche Creme entsteht meist durch sehr weiche Butter oder zu langes Schlagen. In diesem Fall die Creme für 10 Minuten in den Kühlschrank stellen und anschließend nur kurz aufschlagen.




















