
Halbgriffiges Mehl, Schlagsahne, Eigelb und ein Schuss Rum ergeben einen zarten Hefeteig, aus dem wunderbar luftige Krapfen gebacken werden. Puderzucker, Schlagsahne und eine dicke Marmelade oder Pflaumenmus sorgen für ein süßes und effektvolles Finish.
Dieses Rezept benötigt eine längere Gehzeit, die Zubereitung selbst ist jedoch einfach. Wichtig ist, sich von dem eher flüssigen Teig nicht abschrecken zu lassen und kein zusätzliches Mehl einzuarbeiten. Die Krapfen können entweder mit den Händen geformt oder aus leicht ausgerolltem Teig ausgestochen werden. Zum Schluss werden sie nach Geschmack mit Schlagsahne, einer festen Quark- oder Sahnecreme gefüllt.
Was wir brauchen
Für den Teig:
- 1 kg halbgriffiges Mehl,
- 1 Würfel frische Hefe (42 g),
- 600 ml lauwarme Milch,
- 250 ml Schlagsahne,
- 1 TL Salz,
- 2 TL Zucker,
- 4 Eigelb,
- 50 ml Rum.
Zum Ausbacken:
- ausreichend Öl oder Schmalz zum Ausbacken.
Zum Fertigstellen und Dekorieren:
- Puderzucker zum Bestäuben,
- geschlagene Sahne oder eine feste Quark- oder Sahnecreme,
- dicke Marmelade, Konfitüre oder Pflaumenmus.
Im Originalrezept werden keine genauen Mengenangaben für das Ausbacken und Dekorieren gemacht, daher passen wir diese an die Anzahl der Krapfen und die gewünschte Füllung an.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Vorteig herstellen: Etwas von der lauwarmen Milch abnehmen und mit einem Teelöffel Zucker und der zerbröckelten frischen Hefe verrühren. Die Mischung an einem warmen Ort gehen lassen, bis die Hefe aktiviert ist.
2. Teig zubereiten: Das Mehl, Salz und den restlichen Zucker in eine große Schüssel geben. Eigelb, Schlagsahne, Rum, die restliche lauwarme Milch und den gegangenen Vorteig hinzufügen. Alles gründlich verkneten, bis ein glatter Teig entsteht.
3. Konsistenz prüfen: Der fertige Teig wird recht weich und flüssig erscheinen – das ist bei diesem Rezept genau richtig. Kein weiteres Mehl hinzufügen und die Flüssigkeitsmenge nicht reduzieren, das angegebene Verhältnis bleibt unverändert.
4. Erstes Gehen lassen: Die Schüssel mit dem Teig mit einem sauberen Tuch abdecken und an einen warmen Ort stellen. Den Teig 60–90 Minuten gehen lassen, damit er ausreichend aufgeht und die Krapfen nach dem Ausbacken schön luftig werden.
5. Krapfen formen: Den gegangenen Teig auf eine bemehlte Arbeitsfläche geben. Mit einem Löffel oder den Händen gleich große Kugeln formen. Alternativ den Teig leicht auf eine Dicke von ca. 1,5–2 cm ausrollen und mit einem Glas oder Ausstecher Kreise ausstechen.
6. Zweites Gehen lassen: Die geformten Kugeln oder Kreise mit Abstand auf die bemehlte Arbeitsfläche legen. Mit einem Tuch abdecken und weitere 15–20 Minuten gehen lassen.
7. Erste Seite ausbacken: In einer tiefen Pfanne oder einem Topf ausreichend Öl oder Schmalz erhitzen. Die Krapfen müssen beim Ausbacken schwimmen. Sie werden mit der aufgegangenen Oberseite nach unten ins Fett gelegt und der Topf wird mit einem Deckel abgedeckt.
8. Fertigbacken: Sobald die Krapfen auf einer Seite goldbraun sind, vorsichtig wenden. Die zweite Seite ohne Deckel fertig backen, bis sie gleichmäßig goldgelb ist. Die fertigen Krapfen herausnehmen und auf Küchenpapier abtropfen lassen, damit überschüssiges Fett entfernt wird.
9. Dekorieren: In die Mitte jedes noch warmen Krapfens eine kleine Mulde drücken und die Oberfläche mit Puderzucker bestäuben. Mit einem Spritzbeutel geschlagene Sahne oder die gewählte Creme in die Mulde geben und einen Löffel dicke Marmelade, Konfitüre oder Pflaumenmus in die Mitte setzen.
Warum kein Mehl in den weichen Teig geben?
Der Sahneteig ist laut Originalrezept absichtlich etwas flüssiger. Wenn man zusätzliches Mehl einarbeitet, verändert sich das Verhältnis der Zutaten und das Ergebnis wird nicht wie gewünscht. Deshalb den Teig genau nach Rezept zubereiten und ihm ausreichend Zeit zum Gehen lassen. Beim Formen hilft eine gut bemehlte Arbeitsfläche.
Wie werden die Krapfen richtig ausgebacken?
Die Schicht aus Öl oder Schmalz muss tief genug sein, damit die Krapfen frei schwimmen können. Zuerst werden sie mit der aufgegangenen Oberseite nach unten ins Fett gelegt und mit Deckel gebacken. Nach dem Wenden wird der Deckel entfernt und die zweite Seite goldgelb ausgebacken.
Tipp zum Fertigstellen
Zum Dekorieren eignet sich klassische geschlagene Sahne oder eine feste Quark- oder Sahnecreme. Die fruchtige Komponente kann nach Geschmack gewählt werden – dicke Marmelade, Konfitüre oder Pflaumenmus. Die Füllung sollte fest genug sein, damit sie gut in der Mulde hält.




















