
Hähnchenleber, Curry, edelsüßes und scharfes Paprikapulver sowie ein knuspriger Backteig ergeben eine ausdrucksstarke Kombination, bei der das Innere angenehm saftig bleibt. Durch das einstündige Einlegen in Milch wird die Leber besonders zart und eignet sich perfekt für ein schnelles Mittag- oder Abendessen.
Die Zubereitung ist sehr einfach: Die Leber wird nur geputzt, eingeweicht, in Mehl und gewürztem Teig gewendet und goldbraun ausgebacken. Das Salz kommt erst auf das fertige Gericht, damit die Leber nicht unnötig Saft verliert. Am besten schmeckt sie mit gekochten Kartoffeln und Butter oder hausgemachter Remoulade.
Was wir brauchen
Für die Hähnchenleber:
- 1/2 kg frische Hähnchenleber,
- 4 EL Milch zum Einlegen,
- Weizenmehl zum ersten Wenden,
- Öl zum Ausbacken.
Für den pikanten Backteig:
- 3 ganze Eier,
- 4 EL Kartoffelstärke, zum Beispiel Mondamin,
- 1 TL Currypulver,
- 1/2 TL scharfes Paprikapulver,
- 1/2 TL edelsüßes Paprikapulver,
- 2 EL Sojasauce.
Im Originalrezept werden keine genauen Mengen für Mehl und Öl angegeben, diese passen wir daher der Menge der Leber und der Pfannengröße an.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Leber vorbereiten: Die Hähnchenleber sorgfältig von Häutchen und Sehnen befreien und unter kaltem Wasser abspülen. Größere Stücke können halbiert werden, damit sie beim Braten gleichmäßig garen.
2. In Milch einlegen: Die geputzte Leber in eine Schüssel geben, mit 4 EL Milch übergießen und mindestens 60 Minuten im Kühlschrank ziehen lassen. Das Milchbad mildert den typischen Geruch und eventuelle Bitterstoffe, sodass die fertige Leber besonders zart wird.
3. Backteig zubereiten: In einem tiefen Teller oder einer Schüssel 3 Eier verquirlen. Kartoffelstärke, Sojasauce, Curry, scharfes und edelsüßes Paprikapulver hinzufügen.
4. Backteig verrühren: Alles mit einer Gabel gründlich verquirlen, bis ein glatter Teig ohne Klümpchen entsteht. Salz wird nicht hinzugefügt, da die Leber erst nach dem Braten direkt auf dem Teller gesalzen wird.
5. In Mehl wenden: Die Leber aus der Milch nehmen und kurz abtropfen lassen, aber nicht vollständig trocken tupfen. Jedes Stück zunächst rundum in Mehl wenden – so haftet der Backteig besser und läuft beim Braten nicht ab.
6. In Backteig wenden: Die bemehlten Stücke nacheinander in den vorbereiteten pikanten Teig tauchen. Überschüssigen Teig nur kurz abtropfen lassen, damit die Leber gleichmäßig umhüllt bleibt.
7. Goldbraun ausbacken: In einer Pfanne ausreichend Öl erhitzen und die umhüllte Leber vorsichtig hineingeben. Jede Seite etwa 3–4 Minuten braten, bis der Teig goldbraun und knusprig ist.
8. Gargrad prüfen: Das Öl nicht zu stark erhitzen, sonst verbrennt der Teig, bevor die Leber innen gar ist. Die fertige Leber sollte auf Druck elastisch sein; beim Aufschneiden darf kein Blut austreten und das Innere sollte rosa-grau gefärbt sein.
9. Servieren: Die gebratene Leber erst auf dem Teller salzen und sofort servieren. Als Beilage passen am besten gekochte Kartoffeln mit Butter oder hausgemachte Remoulade.
Warum die Leber erst nach dem Braten salzen?
Das Salz wird erst ganz zum Schluss hinzugefügt, wenn die Leber fertig ist und serviert wird. Würzt man sie schon vor dem Braten oder direkt im Teig, könnte sie Saft verlieren und nach dem Garen zäh werden.
Woran erkennt man perfekt gebratene Leber?
Die Hülle sollte gleichmäßig goldbraun und knusprig sein, während die Leber innen elastisch und saftig bleibt. Beim Aufschneiden darf aus der Mitte kein Blut austreten, das Fleisch sollte aber nicht zu lange gebraten werden, damit es nicht trocken und zäh wird.




















