
Zarter Butterteig, eine ehrliche Quarkfüllung und frisches, leicht säuerliches Obst ergeben saftige Schnitten mit einer knusprigen, geriebenen Schicht. Dank Vanillepuddingpulver bleibt die Füllung schön fest und der Kuchen lässt sich nach dem Auskühlen leicht schneiden.
Dieser Kuchen wird auf einem klassischen mittelgroßen Backblech zubereitet, idealerweise mit hohem Rand. Je nach Saison können wir Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Aprikosen oder geriebene Äpfel mit Zimt verwenden. Der Teig wird geteilt, ein Teil kurz im Gefrierfach gekühlt und am Ende über die Oberfläche gerieben.
Was wir brauchen
Für den zarten Linzer Teig:
- 300 g gesiebtes Weizenmehl (halbgriffig),
- 200 g kalte Butter, in Würfel geschnitten,
- 100 g Puderzucker,
- 1 ganzes Ei,
- 1/2 Päckchen Backpulver,
- abgeriebene Schale von 1 Bio-Zitrone.
Für die Quarkfüllung mit Obst:
- 500 g weicher Quark, entweder in Blockform für eine festere Füllung oder aus dem Becher für eine cremigere Variante,
- 2 ganze Eier,
- 2 Päckchen Vanillepuddingpulver (nur das Pulver),
- 50 ml Milch,
- 100 g Kristallzucker, nach Wunsch teilweise durch Vanillezucker ersetzt,
- 300–400 g frisches Obst der Saison, z. B. Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren, Aprikosen oder geriebene Äpfel mit Zimt.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Trockene Zutaten vermengen: In einer großen Schüssel oder direkt auf der sauberen Arbeitsfläche das gesiebte Mehl, Puderzucker, Backpulver und frisch abgeriebene Zitronenschale vermischen.
2. Teig herstellen: Kalte Butterwürfel und das Ei hinzufügen. Mit den Händen zügig zu einem glatten, festen Teig verkneten. Zügig arbeiten, damit die Butter durch die Handwärme nicht zu weich wird und der gebackene Teig schön mürbe bleibt.
3. Teilen und kühlen: Den Teig im Verhältnis etwa 2:1 teilen. Den größeren Teil für den Boden in Frischhaltefolie wickeln und in den Kühlschrank legen, das kleinere Drittel für 20 Minuten ins Gefrierfach geben.
4. Boden vorbereiten: Den größeren Teigteil aus dem Kühlschrank nehmen und auf die Größe eines mittelgroßen Backblechs mit hohem Rand ausrollen, das mit Backpapier ausgelegt wurde. Wenn der Teig reißt, einfach gleichmäßig mit den Fingern auf dem Blechboden andrücken.
5. Quarkfüllung zubereiten: In einer sauberen Schüssel Quark mit Eiern, Kristallzucker und Milch mit einem Schneebesen oder Mixer verrühren. Zum Schluss beide Päckchen Vanillepuddingpulver unterrühren, bis eine glatte, vanillig duftende Masse entsteht.
6. Erste Schicht Füllung: Etwa die Hälfte der Quarkmasse auf den vorbereiteten Teigboden streichen. Die Oberfläche glattziehen, damit die Schicht überall gleichmäßig hoch ist.
7. Obst hinzufügen: Das gewählte Obst gleichmäßig auf dem Quark verteilen. Bei sehr saftigem Obst oder geriebenen Äpfeln überschüssigen Saft mit den Händen leicht ausdrücken. Das Obst vorsichtig mit der restlichen Quarkmasse bedecken und mit einem Teigschaber glattstreichen.
8. Geriebene Teigschicht: Den kleineren Teigteil aus dem Gefrierfach nehmen und mit einer groben Reibe gleichmäßig über die gesamte Oberfläche reiben. So entsteht eine durchgehende, geriebene Schicht, die beim Backen goldbraun und angenehm knusprig wird.
9. Backen: Das Blech in den auf 180 °C vorgeheizten Ofen schieben. Etwa 35–45 Minuten backen, bis die geriebene Teigschicht goldgelb bis leicht hellbraun ist.
10. Abkühlen und Servieren: Die gebackenen Schnitten vollständig im Blech auskühlen lassen. Die Quark-Pudding-Füllung braucht Zeit, um fest zu werden, damit sie beim Schneiden nicht ausläuft. Den ausgekühlten Kuchen in Würfel schneiden und nach Belieben mit Puderzucker bestäuben.
Warum kommt Puddingpulver in die Quarkfüllung?
Trockenes Vanillepuddingpulver hilft, überschüssige Feuchtigkeit aus dem Quark sowie den beim Backen austretenden Fruchtsaft zu binden. Die Füllung bleibt nach gründlichem Auskühlen besser in Form und die einzelnen Schnitten zerfallen nicht so leicht.
Zudem verleiht das Puddingpulver eine feine Vanillenote. Es wird nur das Pulver aus zwei Päckchen verwendet, nicht vorgekocht.
Wie bereite ich den Teig zum Reiben vor?
Das kleinere Drittel des Teigs etwa 15–20 Minuten im Gefrierfach lassen. Die feste Butter verhindert, dass der Teig an der Reibe klebt, und sorgt für schöne, längere Streifen statt weicher Klümpchen.
Den Teig jedoch zügig verarbeiten und vor dem Reiben nicht unnötig bei Zimmertemperatur stehen lassen. Eine gleichmäßige Schicht sorgt dafür, dass die Oberfläche des Kuchens überall knusprig wird.
Wie arbeitet man mit saisonalem Obst?
Für die Schnitten eignen sich Heidelbeeren, Johannisbeeren, Himbeeren und Aprikosen. Auch geriebene Äpfel mit Zimt sind möglich. Bei sehr saftigem Obst sollte überschüssiger Saft entfernt werden, damit die Quarkschicht nach dem Backen nicht zu flüssig bleibt.
Den fertigen Kuchen nicht warm schneiden. Erst vollständiges Auskühlen ermöglicht dem Pudding, die Füllung zu festigen, sodass saubere und ordentliche Stücke entstehen.
Dobrou chuť!




















