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Altböhmische Zablafuňky: Sättigende Kartoffeln mit Sahne und ausgewogenem süß-säuerlichen Geschmack

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Lukas Neudert
Er widmet sich seit langem dem Kochen und Backen und entdeckt ständig neue Geschmackskombinationen. Er teilt vor allem Rezepte, die jeder in einer normalen Küche zubereiten kann.
Altböhmische Zablafuňky mit Kartoffeln und Sahne

Kartoffeln, Sahne, aromatische Gewürze und eine süß-säuerliche Note machen die altböhmischen Zablafuňky zu einem ehrlichen Gericht. Dieses günstige und sättigende Essen erinnert an Kulajda, Dillsauce oder saure Kartoffeln, erhält aber seinen unverwechselbaren Charakter vor allem durch Thymian und ganze Nelken.

Die Zubereitung ist nicht kompliziert, wichtig ist jedoch, die Kartoffeln nur in der unbedingt notwendigen Menge Wasser zu kochen und die Gewürze separat auszukochen. Die fertige Basis wird mit Sahne verfeinert und mit Eiern direkt in der Sauce ergänzt, alternativ serviert man sie hart gekocht. Nach Geschmack kann zum Schluss auch frischer Dill hinzugefügt werden.

Was wir brauchen

Für die Kartoffelbasis:

  • 1 kg Kartoffeln, geschält und gewürfelt,
  • 1/2 Zwiebel, fein gehackt,
  • Salz,
  • ganzer Kümmel,
  • Wasser, nur zum Bedecken der Kartoffeln.

Für die Gewürzbrühe:

  • 1/2 Zwiebel,
  • 6 Pimentkörner,
  • 10 schwarze Pfefferkörner,
  • 3 Lorbeerblätter,
  • 2 ganze Nelken,
  • 1–2 TL getrockneter Thymian,
  • Wasser zum Auskochen der Gewürze.

Zum Verfeinern und Fertigstellen:

  • 200 ml Schlagsahne (33%),
  • Weizenmehl zum Andicken,
  • kaltes Wasser zum Anrühren des Mehls,
  • Eier, direkt im Topf verquirlt oder hart gekocht,
  • Essig nach Geschmack,
  • Kristallzucker nach Geschmack,
  • frischer Dill, optional.

Im Originalrezept sind die genauen Mengen für Salz, Kümmel, Wasser, Mehl, Eier, Essig, Zucker und Dill nicht angegeben, daher passen wir sie der gewünschten Portionszahl, Konsistenz und dem Geschmack an.

Schritt-für-Schritt-Anleitung:

1. Kartoffeln vorbereiten: Die Kartoffeln schälen, in Würfel schneiden und in einen größeren Topf geben. Die Hälfte der fein gehackten Zwiebel, Salz und ganzen Kümmel hinzufügen.

2. Kartoffeln kochen: Die Kartoffeln nur mit so viel Wasser bedecken, dass sie gerade so untergetaucht sind. Nicht zu viel Wasser verwenden, damit Geschmack und Stärke erhalten bleiben, was später beim Andicken hilft. Die Kartoffeln weich kochen.

3. Gewürzbrühe zubereiten: Während die Kartoffeln kochen, die zweite Hälfte der Zwiebel, Piment, schwarzen Pfeffer, Lorbeerblätter, Nelken und getrockneten Thymian in einen kleinen Topf geben. Etwas Wasser hinzufügen und alles zusammen auskochen, damit die Aromen der Gewürze in die Flüssigkeit übergehen.

4. Grundlagen verbinden: Sobald die Kartoffeln weich sind, die Gewürzbrühe durch ein feines Sieb direkt in den Haupttopf abseihen. Die festen Gewürze und die Zwiebel aus der Brühe nicht mehr hinzufügen. Die Kartoffelbasis gründlich umrühren.

5. Andicken: Das Mehl sorgfältig in etwas kaltem Wasser glatt rühren, sodass keine Klümpchen entstehen. Unter ständigem Rühren nach und nach zu den Kartoffeln geben, die Hitze auf ein Minimum reduzieren und mindestens 15 Minuten köcheln lassen. Dabei gelegentlich umrühren, damit der Mehlgeschmack verschwindet.

6. Mit Sahne verfeinern: 200 ml Schlagsahne zur gekochten Basis geben und umrühren. Die Sahne verbindet die Aromen und verleiht den Zablafuňky eine feine, cremige Konsistenz.

7. Eier hinzufügen: Die Eier können direkt in der heißen Basis verquirlt werden, wodurch feine, dickere Fäden entstehen. Alternativ kann man sie hart kochen, halbieren und jede Portion damit garnieren.

8. Abschließendes Abschmecken: Den Topf vom Herd nehmen und die Zablafuňky nach Geschmack mit Essig und Kristallzucker abschmecken. Beide Zutaten nach und nach hinzufügen, damit der Geschmack angenehm ausgewogen bleibt. Wer möchte, kann zum Schluss gehackten frischen Dill unterrühren.

9. Servieren: Die fertigen Zablafuňky warm servieren, am besten mit frischem Brot. Wenn die Eier nicht direkt in den Topf gegeben wurden, jede Portion mit halbiertem, hart gekochtem Ei ergänzen.

Warum die Gewürze separat auskochen?

Piment, Pfeffer, Lorbeerblatt, Nelke und Thymian ergeben eine intensive, aromatische Brühe, ohne dass ganze Gewürzstücke zwischen den Kartoffeln verbleiben. Das Abseihen durch ein feines Sieb bewahrt den Geschmack, macht das Essen aber angenehm zu genießen.

Die Nelke spielt im Rezept eine wichtige Rolle, daher sollten die angegebenen zwei Stück beibehalten werden. Zusammen mit dem Thymian verleihen sie den Zablafuňky ihr charakteristisches, tiefes Aroma.

Wie werden Zablafuňky richtig angedickt?

Das Mehl immer zuerst gründlich in kaltem Wasser anrühren. Die Mehlschwitze dann unter ständigem Rühren zur Sauce geben, damit keine Klümpchen entstehen. Auch das mindestens fünfzehnminütige Köcheln bei niedriger Hitze nicht auslassen, damit der rohe Mehlgeschmack verschwindet.

Wie gelingt der süß-säuerliche Geschmack?

Essig und Zucker erst nach dem Abnehmen des Topfes vom Herd und immer in kleinen Mengen hinzufügen. Nach jeder Zugabe die Basis umrühren und abschmecken. Ziel ist keine stark süße oder zu saure Sauce, sondern ein ausgewogener Geschmack, den die Sahne angenehm abrundet.

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