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Weihnachtskaktus: Was Sie jetzt tun sollten, damit er zu Weihnachten blüht

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Lukas Neudert
Er teilt praktische Tipps und Inspirationen für den Alltag — vom Kochen über den Garten bis zum Haushalt.
Weihnachtskaktus mit Knospen auf der Fensterbank

Der Weihnachtskaktus kann das ganze Jahr über gesund und grün sein und dennoch im Winter keine Blüten zeigen. Ende September und Anfang Oktober ist die richtige Zeit, dies zu ändern. Einige Wochen mit langen Nächten, ein kühlerer Standort und weniger Gießen helfen ihm, Knospen zu bilden. Wir zeigen, wie Sie vorgehen und was zu tun ist, damit die Knospen nicht abfallen.

Im Sommer wächst er und sieht zufrieden aus, aber wenn der Winter kommt, sind keine Blüten zu sehen. Für den Weihnachtskaktus reicht gute Pflege während des Jahres nicht aus. Damit er Knospen ansetzt, muss er im Herbst spüren, dass die Tage kürzer und die Nächte kühler werden.

In der Natur wächst der Weihnachtskaktus (Schlumbergera) in den brasilianischen Wäldern, oft auf Bäumen. Er ist kein Wüstenkaktus, der lange Trockenheit mag. In der Wohnung fehlen ihm zum Blühen meist lange, ungestörte Nächte und kühlere Temperaturen.

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Was Sie Ende September und im Oktober tun sollten

1. Suchen Sie ihm einen Platz, an dem abends kein Licht brennt

Gönnen Sie dem Kaktus für etwa sechs Wochen jede Nacht rund 14 Stunden ununterbrochene Dunkelheit. Tagsüber sollte er hell stehen, aber nicht im grellen Mittagssonnenlicht.

Geeignet ist zum Beispiel ein helles Gästezimmer oder ein kühleres Schlafzimmer, in dem abends kein Licht eingeschaltet wird. Achten Sie auf Lampen direkt neben der Pflanze oder Straßenlicht, das auf sie fällt.

Haben Sie keinen solchen Raum? Dann können Sie den Kaktus jeden Abend mit einem lichtundurchlässigen Karton abdecken, zum Beispiel von 18 bis 8 Uhr. Morgens nehmen Sie die Abdeckung ab, damit die Pflanze tagsüber genug Licht bekommt. Wichtig ist die Regelmäßigkeit: Abendliches Licht kann die Knospenbildung stören.

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2. Sorgen Sie für kühle Nächte

Zur Vorbereitung auf die Blüte bevorzugt der Kaktus einen kühleren Standort, idealerweise mit Nachttemperaturen von etwa 12–16 °C. Tagsüber darf es etwas wärmer sein. Sie müssen nicht jede Gradzahl genau kontrollieren; wichtig ist, dass der Kaktus nicht dauerhaft in einem überheizten Raum steht.

Stellen Sie ihn nicht über die Heizung und vermeiden Sie Zugluft. Falls er im Sommer draußen war, holen Sie ihn rechtzeitig ins Haus, bevor die Temperaturen unter etwa 10 °C fallen. Frost würde ihn schädigen.

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3. Weniger gießen, aber nicht ganz austrocknen lassen

Reduzieren Sie im Herbst das Gießen etwas. Lassen Sie vor dem nächsten Gießen die oberen Zentimeter der Erde abtrocknen. Überschüssiges Wasser im Untersetzer sollten Sie wegschütten.

Völliges Austrocknen des Topfballens bekommt ihm nicht. Sobald er Knospen bildet, gießen Sie wieder etwas regelmäßiger, aber weiterhin ohne Staunässe.

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4. Düngen Sie erst wieder im Frühling und Sommer

Wenn Sie den Kaktus während der Wachstumsphase gedüngt haben, können Sie damit Ende September aufhören. Jetzt kommt es vor allem auf das richtige Licht, die Temperatur und das Gießen an. Mit dem Düngen beginnen Sie wieder im Frühjahr, wenn die Pflanze nach der Blüte erneut austreibt.

Wann erscheinen Knospen und Blüten?

ZeitraumWas beobachten und tun
Ende September und OktoberGeben Sie dem Kaktus lange Nächte, einen kühleren Standort und weniger Wasser.
Nach einigen WochenAn den Triebenden können kleine Knospen erscheinen.
Während der KnospenbildungHalten Sie die Bedingungen konstant und gießen Sie regelmäßiger.
Spätherbst und WinterDie Pflanze blüht je nach Typ und den Bedingungen, unter denen sie gehalten wird.

Eine Blüte genau zu Weihnachten lässt sich nicht garantieren. Manche Kaktusse blühen schon im November, andere erst im Dezember oder später.

Hat Ihr Kaktus schon Knospen? Vorsicht bei plötzlichen Veränderungen

In dieser Phase ist vor allem gleichmäßige Pflege wichtig. Knospen können abfallen, wenn die Pflanze Zugluft, Heizungsluft, stark ausgetrocknetem oder zu nassem Substrat ausgesetzt ist.

Stellen Sie den Kaktus auch nicht wiederholt zwischen kühlem Raum und warmem Wohnzimmer um. Wenn Sie ihn an einen anderen Platz stellen möchten, wählen Sie einen mit ähnlichen Lichtverhältnissen und ohne starke Temperaturschwankungen. Warten Sie mit dem Umstellen am besten, bis sich die ersten Blüten öffnen.

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Warum blüht ein „Weihnachtskaktus“ früher als der andere?

Unter dem gleichen Namen werden oft verschiedene verwandte Arten und deren Hybriden verkauft. Die Form der Triebsegmente kann einen Hinweis geben:

  • Deutlich zugespitzte Zähne am Rand hat meist Schlumbergera truncata. Sie blüht oft schon im Spätherbst und ist im Handel sehr verbreitet.
  • Abgerundete, leicht gekerbte Ränder sind typisch für den echten Weihnachtskaktus Schlumbergera × buckleyi, der meist später blüht.

Anhand des Blütezeitpunkts allein lässt sich die Art aber nicht sicher bestimmen. Auch Sorte, Licht und Temperatur in der Wohnung spielen eine Rolle. Wenn Ihr „Weihnachtskaktus“ also regelmäßig schon im November blüht, ist das kein Grund zur Sorge.

Was tun mit dem Kaktus nach der Blüte?

Nach der Blüte gönnen Sie ihm für einige Wochen eine ruhigere Phase: einen kühleren Standort und weniger Wasser. Im Frühling kehren Sie zur normalen Pflege zurück.

Umtopfen sollten Sie ihn, wenn die Wurzeln den Topf durchwurzelt haben oder das Substrat seine Struktur verloren hat. Wählen Sie einen nur etwas größeren Topf mit Abzugsloch und eine luftige, gut durchlässige Erde. Der Kaktus fühlt sich auch in einem eher engen Topf wohl.

Möchten Sie weitere Pflanzen ziehen? Im Frühjahr können Sie einen Steckling aus zwei bis drei Gliedern abtrennen, die Bruchstelle ein bis zwei Tage antrocknen lassen und dann in lockeres, leicht feuchtes Substrat setzen.

Häufige Fragen

Kann der Weihnachtskaktus im Sommer draußen stehen?

Ja. Er mag einen geschützten Platz im Halbschatten. Vor kühlen Nächten und Frost holen Sie ihn rechtzeitig ins Haus.

Ist der Weihnachtskaktus giftig für Katzen und Hunde?

Die ASPCA zählt ihn zu den Pflanzen, die für Katzen und Hunde nicht giftig sind. Nach dem Verzehr können dennoch Verdauungsprobleme auftreten, daher ist es sinnvoll, das Tier nicht an der Pflanze knabbern zu lassen. Sollte es sich nach dem Fressen unwohl fühlen, wenden Sie sich an den Tierarzt.

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