
Feiner Teig, fruchtige Marmelade und luftiger Nussschnee bilden die traditionellen Legionärsschnitten, die mit ausgewogenem Geschmack und verlockenden Schichten begeistern. Sie passen perfekt zum Kaffee, auf die Festtagstafel oder als hausgemachter Kuchen für einen gewöhnlichen Nachmittag.
Die Zubereitung ist unkompliziert: Man bereitet den Teig zu, bestreicht ihn mit einer dickeren Marmelade und bedeckt alles mit einer festen Nussschneeschicht. Diese klassische Leckerei wird auf einem Blech von etwa 30 × 40 cm gebacken. Wer möchte, kann verschiedene Nusssorten, Pflaumenmus oder eine Prise Zimt verwenden, um den Geschmack zu variieren.
Was wir brauchen
Für den Teig:
- 400 g Weizenmehl (halbgriffig),
- 200 g Pflanzenfett (z. B. Hera) oder Butter,
- 4 Eigelb,
- 1/2 Päckchen Backpulver,
- 100 g Puderzucker.
Für den Nussschnee:
- 4 Eiweiß,
- 100 g Kristallzucker,
- 150 g gemahlene oder geriebene Nüsse.
Für die Fruchtschicht:
- Marmelade nach Geschmack, zum Beispiel Aprikosen- oder Johannisbeermarmelade.
Im Originalrezept ist die genaue Menge der Marmelade nicht angegeben, daher passen wir sie der Blechgröße und der gewünschten Schichtdicke an.
Schritt-für-Schritt-Anleitung:
1. Zutaten vorbereiten: Das Pflanzenfett oder die Butter bei Zimmertemperatur weich werden lassen. Das Fett nicht schmelzen, da der Teig sonst zu fettig wird und sich schlechter verarbeiten lässt.
2. Teig herstellen: Das Mehl, den Puderzucker und das Backpulver auf der Arbeitsfläche oder in einer großen Schüssel vermengen. Eigelbe und das weiche Fett hinzufügen und alles zu einem glatten Teig verkneten.
3. Teig ausrollen: Den Teig auf Backpapier legen und auf die Größe des Blechs (ca. 30 × 40 cm) ausrollen. Zusammen mit dem Papier vorsichtig auf das Blech legen und die Ränder nach Bedarf anpassen.
4. Schnee zubereiten: Aus Eiweiß und Kristallzucker einen festen Eischnee schlagen, der stabile Spitzen bildet. Gut aufgeschlagene Masse behält beim Auftragen ihre Form und zerläuft beim Backen nicht.
5. Nüsse unterheben: Die gemahlenen oder geriebenen Nüsse vorsichtig unter den fertigen Schnee heben. Dabei behutsam arbeiten, damit der Schnee möglichst luftig bleibt und eine feine obere Schicht bildet.
6. Marmelade auftragen: Den vorbereiteten Teig gleichmäßig mit Marmelade nach Geschmack bestreichen. Am besten eignet sich eine dickere Marmelade, da eine zu flüssige beim Backen verlaufen oder an die Oberfläche blubbern könnte.
7. Schnee schichten: Den Nussschnee auf die Marmelade geben und gleichmäßig bis zu den Rändern verstreichen. Dabei vorsichtig arbeiten, damit sich die Schichten nicht vermischen.
8. Backen: Das Blech in den auf 170 °C vorgeheizten Ofen schieben und die Schnitten etwa 25 Minuten backen. Sie sind fertig, wenn die Nussschicht oben goldbraun ist.
9. Abkühlen und Schneiden: Den gebackenen Kuchen vollständig auskühlen lassen und erst dann in kleinere Stücke schneiden. Wird zu früh geschnitten, kann der Schnee bröckeln und die warme Marmelade auslaufen.
Worauf man bei der Zubereitung achten sollte
Das Fett für den Teig sollte weich, aber nicht geschmolzen sein. Wichtig ist außerdem, das Eiweiß mit dem Zucker zu einem festen Schnee zu schlagen. Ein zu weicher Schnee kann beim Backen verlaufen, sodass die Marmelade leichter an die Oberfläche blubbert.
Die fertigen Schnitten wirklich gut auskühlen lassen. Dadurch festigen sich die einzelnen Schichten, der Kuchen lässt sich besser portionieren und die Nussschicht bröselt beim Schneiden weniger.
Wie man Legionärsschnitten abwandeln kann
Nach Geschmack können Walnüsse und Haselnüsse kombiniert werden. Die Nüsse lassen sich vor dem Unterheben in den Schnee kurz trocken anrösten, um ihr Aroma zu intensivieren – danach aber gut abkühlen lassen.
Aprikosen- oder Johannisbeermarmelade kann durch Pflaumenmus ersetzt werden, was den Schnitten einen kräftigeren und weniger süßen Geschmack verleiht. Der Nussschnee lässt sich auch mit einer Prise Zimt verfeinern.
Wie man die Schnitten aufbewahrt
Legionärsschnitten lagert man kühl und in einem verschlossenen Behälter. So halten sie sich 4–5 Tage frisch. Am zweiten Tag schmecken sie sogar noch besser, da sich Teig, Fruchtschicht und Nussschnee durchziehen und die Aromen sich verbinden.




















